Sir Winston Churchill
wird mit den Worten zitiert: „Je weiter wir in die Vergangenheit
schauen können, umso weiter können wir wahrscheinlich in
die Zukunft blicken.“ Ganz sicher trägt die Kenntnis der
historischen Entwicklung des Afghanischen Windhundes ganz
entscheidend zu einem besseren Verständnis der Rasse wie
wir sie heute kennen bei, wie dies auch Bo Bengtson in einem
Beitrag zur Geschichte des Afghanischen Windhundes vor einigen
Jahren einmal bemerkte.
Die Entwicklungsgeschichte
der Hunde ist, nach alle dem was wir heute wissen, eng verbunden
mit den Anfängen unserer eigenen Kultur. Nach archäologischen
Erkenntnissen können wir heute davon ausgehen, daß die Domestizierung
der ersten Wölfe gegen Ende der letzten Eiszeit, vor ungefähr
15.000 Jahren, begonnen hat. Der Wolf wurde somit zum ersten
Haustier des Menschen, zum Hund. In Begleitung des Menschen
breitet sich der Hund weiter aus und besiedelt bald alle
bewohnbaren Lebensräume der fünf Kontinente. Um 5.800 v.
Chr. datiert derzeit die älteste erhaltene Wandzeichnung
eines hochbeinigen Jagdhundes, die man in Südanatolien gefunden
hat. Die Wissenschaft ist sich bis heute jedoch nicht einig,
ob daraus auch der Schluß gezogen werden kann, daß sich
die Windhunde ausgehend vom vorderen Orient weiter verbreitet
haben, oder ob sich vielmehr verschiedene Windhundformen
zur gleichen Zeit an unterschiedlichen Orten entwickelt
haben. In engem Zusammenhang damit steht natürlich auch
die Frage, ob es einen Urtypen der heute lebenden Windhunde
gegeben hat. Den frühen Darstellungen von Hunden ist gemeinsam,
daß sie langbeinige Hunde mit langen Fängen und eleganten
Körpern abbilden. Daraus können wir zumindest den gesicherten
Schluß ziehen, daß Windhunde zu einer der ältesten Rassen
zählen, die wir heute kennen.
Neben der Größe unterscheiden sich die Windhunde vor allem
bei den Ohrformen und in ihrem Fell. Die überwiegende Zahl
der heute lebenden Windhunde trägt ein sogenanntes Rosenohr,
ein kleines an der Seite des Kopfes zurückgelegtes Ohr mit
nach außen geöffneter Muschel. In den mediterranen Ländern
findet man das seltenere Stehohr, welches auch deutlich
größer ist als das Rosenohr. Unter den Windhunden haben
einzig der Afghanische, der Persische (Saluki) und der Arabische
Windhund (Sloughi) ein sogenanntes Hängeohr. Nach den Ohrtypen
teilt man denn auch die Windhunde ein in eine okzidentale,
eine mediterrane und in eine orientalische Gruppe.
In der Ausprägung des Fells reicht die Spanne bei den Windhunden
heute vom weichen samtigen Fell des Greyhound über das leicht
gewellte des Borzoi, bis hin zum langen dichten Haarkleid
des Afghanen. Entgegen den Vorstellungen, die wir heute
mehrheitlich vom Fell des Afghanischen Windhundes haben,
wurde und wird im Ursprungsland eine breite Vielfalt von Haartypen
akzeptiert. Ein Zeitungsausschnitt aus einer Kabuler Zeitung
vom 08.08.1962, geschrieben von Gulbaz, läßt dies deutlich
werden, wenn es dort heißt: "Der Windhund oder Thazi, wie
er in ganz Afghanistan genannt wird ... . Es gibt drei beliebte
Rassen von Hunden. Die eine heißt Bakhmull, was soviel wie
Samt bedeutet. Dieser Typ hat ein langes seidiges Fell,
das den gesamten Körper einschließlich der Ohren bedeckt.
Eine andere Rasse wird als Luchak oder glatthaarig bezeichnet.
Schließlich die dritte Rasse, Kalagh, die lange seidige
Haare an den Ohren und Beinen hat, ansonsten aber glatthaarig
ist."
Von den drei oben beschriebenen Rassen oder richtiger Varietäten
des Afghanischen Windhundes sind außerhalb Afghanistans nur der
als Bakhmull und der als Kalagh bezeichnete Typ bekannt. Ersterer ist
im Westen besser bekannt unter der Bezeichnung "Bergafghane".
Unter dem Kalagh verstehen wir den sogenannten Steppenafghanen.
Afghanistan
ist ein Gebirgsland. Das Hauptgebirgssystem des Landes ist
der Hindukusch, der sich mit seinen Ausläufern über 1 000
Kilometer Länge erstreckt, vom Pamir, einem Gebirgszug im
Nordosten, bis zur Grenze des Irans im Westen. Die mittlere
Höhe des Hindukusch liegt bei ca. 4.200 Metern, einige Gipfel
ragen bis über 7.600 Meter auf.

In diesen Regionen verwenden die Bergbauern
und Jäger ihre Windhunde zur Steinwildjagd. Hier ist der
Bergafghane zu Hause. Im Vergleich zum Steppentypen ist
er kleiner, kürzer und kompakter gebaut. Er hat eine lange
und gut gewinkelte Hinterhand, die ihm in dem oft felsigen
und unwegsamen Gelände die erforderliche Wendigkeit und
Sprungkraft gibt. Aufgrund der oftmals extremen klimatischen
Bedingungen in den großen Höhen, besitzt der Bergafghane
eine lange und dichte Behaarung.

Ganz anders sind
hingegen die Anforderungen an einen Jagdhund in den Steppen
und Wüsten im Süden und Westen des Landes. Die Temperaturen
erreichen hier im Sommer über 40° C im Schatten. Dementsprechend
ist der sogenannte Steppenafghane im Vergleich zum Bergafghanen
deutlich schwächer behaart. Im Körperbau ist dieser Typ
hochbeiniger und weniger stark gewinkelt, was ihm in dem
flachen Gelände eine höhere Geschwindigkeit ermöglicht.
Zu der insgesamt leichteren und eleganteren Anatomie verfügt
der Steppenafghane über einen längeren und feineren Kopf
als der Bergtyp. Der Stop ist oftmals nur schwach ausgeprägt
bzw. nicht vorhanden.
In Europa aber auch
in Amerika wurde mit dem Erscheinen des Bergtyps, in Gestalt
von Zardin, auf den ich später noch näher eingehen werde,
eine nicht endende Diskussion um den richtigen Typ ausgelöst.
Korrekterweise müßte die Fragestellung wohl lauten, welches
ist der ältere, der ursprünglichere Typ (aus entwicklungshistorischer
Sicht), der langhaarige Gebrigstyp oder aber der kurzhaarige salukiähnliche
Typ. Hier beginnen nun die eigentlichen Probleme, denn von
keiner anderen Windhundrasse gibt es so wenig authentisches
Material, wie vom Afghanischen Windhund.
Die Gründe dafür
mögen in der geographischen Lage Afghanistans oder in dessen
eigener Entstehungsgeschichte liegen. Als Binnenland lag
Afghanistan im Zentrum bedeutender Handelswege von Griechenland
und Persien nach Indien und China. Der nördliche Teil wurde
immer wieder von verschiedenen Eroberern (Alexander der
Große, Dschingis Khan, Timur-i-Läng) eingenommen oder geplündert.
In der Folge wuchs Afghanistan zu einem zusammenhanglosen
Staatengebilde mit wechselnden ethnischen Gruppen heran.
Teilweise tauchen verschiedene Erzählungen aus dieser Zeit
in der älteren Literatur Persiens oder Chinas auf, jedoch
werden Hunde darin praktisch nicht erwähnt. Durchziehende
Nomaden hinterließen ebenfalls keine brauchbaren Nachweise.
Die Entstehung Afghanistans als unabhängiger Staat schließlich
war geprägt von ständigen Auseinadersetzungen mit den Nachbarstaaten
aber auch von Streitigkeiten untereinander verfeindeter
Stämme und Clans innerhalb der Landesgrenzen.

Bedauerlicherweise
konnte bislang für die Zeit vor 1800 n. Chr. keine verlässliche
Darstellung eines langhaarigen Afghanischen Windhundes gefunden
werden. Eine der wenigen Darstellungen eines langhaarigen
Afghanischen Windhundes datiert aus dem Jahr 1809 und stellt
einen Jäger mit seinem Afghanischen Windhund dar.
Ohne ausreichende Beweise aber ist eine Lösung des Streits,
mit durchaus nachvollziehbaren Argumenten auf beiden Seiten,
welcher Typ zuerst da war, nicht denkbar. Ein wohl überwiegender
Teil der Wissenschaft geht heute zwar davon aus, daß der
Saluki die wahrscheinlich ältere Windhundrasse ist und der
Afghanische Windhund durch die Kreuzung des Salukis (Thazis)
mit zotthaarigen Hirtenhunden zu seinem heutigen Aussehen
gekommen ist. Es gibt jedoch auch ernstzunehmende
Stimmen, die mit gleichfalls nachvollziehbaren Thesen, im
langhaarigen Afghanischen Windhund die ältere Rasse sehen.
Eine Papyrusrolle, der zunächst ein Hinweis auf die Urahnen des
Afghanischen Windhundes im Gebiet der Sinai Halbinsel zugeschrieben
wurde und deren Alter auf ungefähr 5000 Jahre geschätzt
wird, brachte infolge einer nicht ganz präzisen Übersetzung
des Wortes cynocephalus mit "affen-gesichtiger Hund" anstelle
mit "hunde-gesichtiger Affe" (gemeint war vermutlich der Mantelpavian,
damals als heiliges Tier verehrt) auch keinen greifbaren Beweis
für die frühzeitliche Existenz des Afghanischen Windhundes.
Nicht verifizieren ließen sich bislang Hinweise, die in Briefen aus
der Zeit der britischen Präsenz in Afghanistan (1839 - 1921)
stammen, wie etwa die Erwähnung uralter Höhlenzeichnungen in
der Region um die Stadt Balkh durch Major Mackenzie, die diesen Typ
zeigen sollen. In Ermangelung einer bestätigten Reproduktion hat
etwa der englische Autor Dennis McCarthy ihre Existenz in Frage
gestellt. Die Berechtigung seiner Zweifel sieht er dadurch
bestärkt, daß ein von ihm konsultierter Teilnehmer einer
Expedition in besagtem Teil Afghanistans weder etwas von
Höhlen, noch von irgendwelchen Felszeichnungen zu berichten
wußte. Für die Wahrheit der Angaben des Majors Mackenzie
spricht jedoch die Entdeckung von Felszeichnungen in der
ostafghanischen Provinz Laghman durch das belgische
Bergsteigerehepaar Jean und Danielle Bourgeois. In ihrem 1972
unter dem Titel "Les Seigneurs d'Aryana" erschienenen Reisebericht
findet sich u.a. auch das Photo einer Felszeichnung, auf der ein
mit einem Bogen bewaffneter Jäger mit seinem Jagdhund dargestellt ist.
Nach Angaben der Verfasser sollen Hunde recht häufig auf den
Felszeichnungen von Laghman zu finden sein. Warum demnach nicht
auch in der Balkh-Region?

Eine der wenigen Darstellungen, die in
Afghanistan gefunden wurden, datiert etwa um die Zeit zwischen
450 und 700 n. Chr. und zeigt einen adligen Jäger in prächtigem
Gewand. Am Fuße seines Throns sitzt ein, wohl glatthaariger
Afghanischer Windhund, welcher im Originalgemälde von grau-
blauer Farbe ist.
Fehlende Aufzeichnungen und die mündlichen Überlieferungen
trugen in erheblichem Maße zur Legenden- und Mythenbildung
bei. So wird berichtet, daß Afghanische Windhunde diejenigen
waren, die Noah auf der Arche begleiteten. Auch wird immer
wieder von Tieren berichtet, die so stark und furchteinflössend
waren, daß sie sogar ohne fremde Hilfe Leoparden oder vergleichbare
Tiere töten konnten. Sicherlich tut man gut daran solche
Überlieferungen mit der nötigen Vorsicht zu betrachten.
Wir können diese Überlieferungen jedoch ohne jeden Zweifel
in dem Sinne interpretieren, daß Afghanische Windhunde seit
undenklichen Zeiten in dieser Gegend leben. Mögen Jagdberichte
der genannten Art auch in den Bereich des Jägerlateins gehören,
geben sie doch einen Hinweis auf die ursprüngliche Verwendung
des Afghanischen Windhundes als Jagdgebrauchshund. Bei weiten
Teilen der Landbevölkerung trugen und tragen sie auch heute
noch zur Versorgung mit Fleisch bei. Mitglieder der königlichen
Familie und andere hochgestellte Mitglieder der Oberschicht
setzten die Afghanischen Windhunde zur Bussard- und Falkenjagd
ein, die überwiegend sportlich motiviert war. Weiter gibt
es Hinweise darauf, daß Afghanische Windhunde teilweise
auch als Hütehunde eingesetzt worden sein könnten.
Eine Anekdote von Dr. Betsy Porter (Kabul Kennel) mag diese
Fähigkeit belegen. Sie berichtet von ihrem Afghanischen
Windhund, den sie für gewöhnlich mit zum Dienst in einem
Krankenhaus nahm. Auf dem Nachhauseweg ließ sie den Hund
die letzten 5 Meilen neben dem Fahrzeug herlaufen. Eines
Tages, als sie gerade an einem Pferch vorbeikamen in dem
etwa 30 Kühe standen, sprang der Hund plötzlich über den
Zaun und begann die Kühe zusammenzutreiben. Schließlich
trieb er noch ein versprengtes Tier zur Herde zurück. Zufrieden
mit seiner Arbeit sprang er zurück über den Zaun und setzte
seinen Heimweg fort.
Beim Saluki ist die Situation im Hinblick
auf authentische Quellen etwas günstiger. In der Gegend
um Mosul im Norden Iraks wurde ein Siegel gefunden, das
einen kurzhaarigen, hochbeinigen Hund mit einem langen Fang
darstellt und dessen Alter auf mehr als 5000 Jahre geschätzt
wird. An der gleichen Ausgrabungsstelle fand man einen Hundeschädel
aus vorsumerischer Zeit, der dem Schädel der heute dort
lebenden Salukis in auffallendem Maße ähnelt. In Ermangelung
weichen Gewebematerials, konnte ein wissenschaftlich haltbarer
Abstammungsnachweis jedoch nicht erbracht werden. Im Grab
des Rekh-mi-re findet sich ein Wandgemälde mit glatthaarigen
Windhunden, die mit Hängeohren dargestellt sind. Ein Bronzerelief
von Cellini aus dem 16. Jahrhundert zeigt einen Persischen
„Greyhound“.
Angesichts des bislang vorliegenden,
authentischen Materials bestehen ernsthafte Zweifel daran,
ob eine endgültige Antwort auf die Frage nach der älteren
Rasse und damit auch auf die Frage nach dem ursprünglichen
Typ des Afghanischen Windhundes überhaupt jemals gegeben
werden kann. In ihrem 1965 bei Howell Book House Inc.
erschienen Buch, The Complete Afghan Hound, geben die
Autoren Miller und Gilbert J.R. zu bedenken,
daß es eigentlich nur einen triftigen Grund gibt, über die
aufgeworfene Frage nach dem ursprünglichen Typ nachzudenken.
Dort heißt es: „Nur wenn der Afghanische Windhund tatsächlich
der ursprünglichere Typ ist, wie einige glauben, liegen
wir richtig, wenn wir die verschiedenen unterschiedlichen
Hundetypen in Afghanistan als echte Unterarten einer uralten
Rasse anerkennen. Aber, sollten die Gegner dieser Theorie
recht haben und die Rasse ist eine noch junge Kreuzung aus
zwei oder mehreren sehr alten Rassen, müssen wir die Tatsache
akzeptieren, daß nur die unbestätigte Kreuzung die sich
in den besten Hunden zeigt, die wahrhaft gewünschte neue
Rasse ist, in der alle anderen Typen ein degenerativer
Rückschritt in Richtung des zarteren Saluki oder des stämmigen
bäuerlichen Hirten- und Wachhundtyps sind.“
Diese These ist sicherlich nicht völlig von der Hand zu weisen,
allerdings berücksichtigt sie nach meiner Auffassung nicht in
angemessener Weise, daß den Hunden in unterschiedlichen Regionen
Afghanistans unterschiedliche Leistungen abverlangt werden. Der
Steppenhund muß besonders schnell, der Gebirgshund vor allem
selbständig und sprunggewandt sein. Mir erscheint es daher sehr
viel plausibler, daß es angesichts der großen geographischen
Unterschiede des Landes vor allem die unterschiedlichen
Anforderungen an die Hunde waren die, unabhängig oder neben
der rassegeschichtlichen Entwicklung, wie diese auch verlaufen
sein mag, im Wesentlichen zur Entstehung verschiedener
Varietäten respektive Typen des Afghanischen Windhundes
beigetragen haben. Vergessen wir dabei nicht, daß sich die
Zucht im Ursprungsland der Rasse ausschließlich am jagdlichen
Erfolg eines Thazis orientiert, denn schließlich hängt davon
unter Umständen das Leben, jedenfalls die Versorgung seines
Eigentümers oder seiner Sippe mit Fleisch ab. Nur so läßt
sich auch der enorme Wert eines guten Thazis erklären, den er
für seinen Eigentümer hat (für Europäer oder Amerikaner
vielleicht unverständlich, da er nicht - noch nicht - in Euro
oder Dollar zu messen ist; er ist schlicht unverkäuflich) und
der letztlich auch darin zum Ausdruck kommt, daß Thazis
(afghanisch = Windhund) im Gegensatz zu allen anderen Hunden
(afghanisch = Szack), ganz gleich wie diese aussehen, von
der islamischen Bevölkerung des Landes nicht als unrein
angesehen werden.
Nach meiner festen Überzeugung können wir aus unseren bisherigen
Erkenntnissen deshalb nur den einen Schluß ableiten, nämlich
so nahe wie möglich an dem zu bleiben, was uns an gesichertem
Wissen über die Afghanischen Windhunde aus ihrem Ursprungsland
vorliegt. Dazu gehört neben der Zucht der Tiere für die Hetzjagd,
die Tatsache, daß die höchst akademische, westliche Diskussion
um den "richtigen Typ" in ihrem Ursprungsland, angesichts der
gleichberechtigt nebeneinander existierenden Varietäten, keine
Entsprechung findet. Mit der einseitigen Bevorzugung des sogenannten
"Bergtyps" durch den Rassestandard wurde der bis heute anhaltende
Trend der europäisch-amerkianischen Modezucht eingeleitet, wo
überwiegend die am üppigsten behaarten Exemplare am höchsten
bewertet werden und dadurch zur weitgehenden Ausschaltung des
in reiner Form nur spärlich behaarten Steppenhundes beigetragen.
Obwohl einerseits die beiden Schläge in Afghanistan klar voneinander
zu unterscheiden, andererseits aber auch durch alle erdenklichen
Zwischenstufen miteinander verbunden sind, ist es ohne Zweifel,
vor allem auch im Hinblick auf das Obengesagte ein schwerer Fehler,
im Westen nur den üppig behaarten Gebirgshund und die ihm in
übertriebener Form entsprechenden Zuchtprodukte als die allein
typische Windhundform Afghanistans zu betrachten. Der schlicht
behaarte Steppenafghane ist für weite Teile seines Heimatlandes
nicht minder repräsentativ, als der Gebirgstyp.
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